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Vorteile Pflegegrad

Der Pflegegrad als Voraussetzung für Pflegeleistungen

Die Umstellung auf Pflegegrade bringt Vorteile für pflegebedürftige Personen. Die Pflegebedürftigkeit tritt bei vielen Menschen plötzlich auf. Häufig setzen sich die Betroffenen das erste Mal ausführlich mit dem Thema auseinander, wenn sie selbst oder ein Angehöriger pflegebedürftig werden. Dabei stellt sich natürlich auch die Frage der Finanzierung. In Deutschland hat grundsätzlich jeder Pflegebedürftige einen Anspruch auf Leistungen der Pflegekasse. Hierfür müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein. Einerseits muss eine Pflegebedürftigkeit vorliegen. Um Leistungen aufgrund eines Pflegegrades zu erhalten, muss die pflegebedürftige Person zudem mindestens zwei Jahre im Zeitraum der letzten zehn Jahre in die Pflegekasse eingezahlt haben. Diese Leistungen setzen sich aus finanzieller Unterstützung sowie unterschiedlichen Zusatzleistungen zusammen. Um diese in Anspruch nehmen zu können, muss die pflegebedürftige Person einen anerkannten Pflegegrad besitzen. Dieser kennzeichnet den Pflegebedarf einer betroffenen Person.

Dies sind die Vorteile der Pflegegrade

Der jeweilige Anspruch auf Leistungen entscheidet sich über den individuellen Pflegegrad. Die Vorteile eines Pflegegrades ist der Erhalt von Pflegegeld, Versorgung für eine teil- oder vollstationäre Pflege, Verhinderungs- und Kurzzeitpflege und Tages- und Nachtpflege. Außerdem besteht ein Anspruch auf Pflegesachleistungen, Pflegehilfsmittel sowie Leistungen zur Verbesserung der eigenen Wohnumfeldes. In 2017 wurden im Zuge einer Pflegereform Pflegestufen zu Pflegegraden umgewandelt. Jede Pflegestufe wandelt sich in den nächsthöheren Pflegegrad um. Diese Umstellung auf Pflegegrade bringt weitere Vorteile mit sich. Zum einen werden durch die Pflegegrade veränderte Kriterien zur Begutachtung der Pflegebedürftigkeit verwendet. Dadurch zählen mehr Personen als pflegebedürftig und mehr Betroffene erhalten Pflegegeld und weitere Leistungen der Pflegekasse. Zusätzlich werden psychische und körperliche Krankheiten gleichsetzt. Somit erhalten Personen, die eine kognitive oder psychische Erkrankung wie Demenz haben, mit dem Pflegegrad 1 Pflegeleistungen. Diese Menschen haben vor der Umstellung auf Pflegegrade keine Pflegeleistungen bekommen.

Mit Pflegegraden ist eine breitere Unterteilung der Pflegebedürftigkeit möglich

Vor der Pflegereform in 2017 gab es drei Pflegestufen. Durch die Umwandlung auf Pflegegrade existieren fünf Grade. Dadurch, dass es nun mehr unterschiedliche Untergliederungen gibt, kann die individuelle Fähigkeit zur Bewältigung des Alltags jeder pflegebedürftigen Person passender eingeschätzt und der Leistungsanspruch bestimmt werden. Ebenfalls positiv bei der Einstufung in Pflegegrade ist, dass jede Person mit Pflegegrad einen Pflegeberater zur Verfügung gestellt bekommt. Ein weiterer Vorteil der Pflegegrade ist, dass ein einheitlicher Eigenanteil bei den Pflegegraden 2 bis 5 von der jeweiligen Person gezahlt wird. Der Eigenanteil bleibt auch bei einem höheren Pflegegrad gleich und erhöht sich nicht. Was die genauen Voraussetzungen und Leistungen bei den verschiedenen Pflegegraden sind, können Sie ebenfalls in unseren jeweiligen Ratgeberbeiträgen nachlesen. Diese finden Sie hier.