Skip to content

Verwandte Kategorien

Was sind Pflegegrade?

Definition der Pflegegrade

Als pflegebedürftig gelten Personen, die in ihrer Selbstständigkeit im Alltag eingeschränkt sind. Dabei unterscheidet man folgende fünf Pflegegrade:

Pflegegrad 1

Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Pflegegrad 2

Erhelbliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Pflegegrad 3

Schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Pflegegrad 4

Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Pflegegrade
Pflegegrad 5

Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

Um den Grad der Pflegebedürftigkeit am besten beurteilen zu können, findet die Bewertung durch einen Gutachter vom Medizinischen Dienst (bei gesetzlich Versicherten) oder von Medicproof (bei privat Versicherten) statt. Gemessen wird die Pflegebedürftigkeit einer Person anhand von sechs unterschiedlichen Modulen mithilfe eines Punktesystems. Folgende Kriterien tragen zur Einstufung in die Pflegegrade bei:

  1. Mobilität
  2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  4. Selbstversorgung
  5. Bewältigung und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
  6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Einen Pflegegrad beantragen

Einen Antrag auf einen Pflegegrad kann man ganz einfach formlos bei der jeweils zuständigen Pflegekasse stellen. Diese stellt dann die nötigen Formulare zur Verfügung. Anschließend wir sich ein Gutachter mit dem Antragsteller in Verbindung setzten.

Im Falle einer Genehmigung des Antrags, kann man von den sozialen Leistungen der Pflegekasse bzw. des jeweiligen Pflegegrades profitieren. Dazu gehört zum Beispiel die Auszahlung von Pflegegeld oder die Inanspruchnahme von Pflegesachleistungen.

Von Pflegestufen zu Pflegegraden

Als im Januar 2017 das neue Pflegestärkungsgesetzt in Kraft getreten ist, wurde die Pflege somit neu definiert. Davor gab es anstatt der fünf Pflegegrade drei Pflegestufen. Diese wurden nicht anhand der Selbstständigkeit, sondern anhand der Zeit, die die Pflege in Anspruch nahm, gemessen. Durch die Umstellung auf die Pflegegrade erfolgt die Einteilung heute gerechter als zuvor. Man behandelt körperlich und geistig beeinträchtigte Personen nun auf einer Ebene. Pflegebedürftigen, denen bis 2017 eine Pflegestufe zugeteilt war, teilte man automatisch einen neuen Pflegegrad zu. Anträge, die jedoch nach dem 01.01.2017 gestellt wurden, bearbeitet man bereits mit dem neuen Begutachtungssystem.