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Pflegegrad 3

Der Pflegegrad 3 steht für eine „schwere Beeinträchtigung in der Selbstständigkeit“. Zu diesem Pflegegrad gehören Menschen. die an einer körperlichen, kognitiven oder psychischen Beeinträchtigung leiden und auf die Hilfe von anderen angewiesen sind. Pflegebedürftige, die damals der Pflegestufe 1 oder 2 angehörten, wurden nun aufgrund des neuen Pflegestärkungsgesetzes automatisch in den Pflegegrad 3 eingeordnet. Falls man den Glauben hatte in einen falschen Pflegegrad eingestuft zu sein, konnte man selbstverständlich Einspruch dagegen einlegen.

Voraussetzungen Pflegegrad

Voraussetzungen für Pflegegrad 3

Um einen Pflegegrad zu erhalten, muss zunächst ein Antrag bei der jeweils zuständigen Pflegekasse gestellt werden. Daraufhin stellt diese einen Gutachter vom Medizinischen Dienst (bei gestezlich Versicherten) oder von Medicproof (bei privat Versicherten) zur Verfügung. Dieser prüft die antragstellende Person anhand von sechs verschiedenen Kriterien auf die Selbstständigkeit. Ein Punktesystem ist dabei ausschlaggebend auf die letzendliche Einteilung in einen Pflegegrad. Die höchste Punktzahl, die erreicht werden kann, sind 100 Punkte. Für den Pflegegrad 3 sind 47,5 bis unter 70 Punkte vonnöten. Folgende Kriterien und Punktezahlen wirken sich auf die Zuordnung eines Pflegegrades aus:

Pflegegrad 1
12,5 bis <27 Punkte
Pflegegrad 2
27 bis <47,5 Punkte
Pflegegrad 3
47,5 bis <70 Punkte
Pflegegrad 4
70 bis <90 Punkte
Pflegegrad 5
90 bis 100 Punkte
  • 10 % – Mobilität
  • 7,5 % – Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  • 7,5 % – Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  • 40 % – Selbstversorgung
  • 20 % – Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Belastungen
  • 15 % – Gestaltung des Alltags und sozialer Kontakt

Nachdem ein Pflegegrad von der Pflegekasse genehmigt wurde, sind halbjährliche Beratungsgespräche für die pflegebedürftige Person verpflichtend. Somit wir dimmer nachvollzogen, ob es zu Verbesserungen oder auch zu Verschlechterungen in der Selbstständigkeit kam.

Leistungen der Pflegekasse

Wer einen Pflegegrad besitzt, kann von den sozialen Leistungen der Pflegekasse Gebrauch machen. Man hat mit Pflegegrad 3 Anspruch auf Pflegegeld in Höhe von 545 € pro Monat oder Pflegesachleistungen in Höhe von 1.298 € pro Monat. Bei Bedarf können die Leistungen auch kombiniert werden. Wie bei den anderen Pflegegraden auch, steht auch Personen mit dem Pflegegrad 3 ein monatlicher Entlastungsbetrag von 125 € zur Verfügung. Es besteht ebenfalls ein Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch im Wert von 40 € pro Monat, der zum Beispiel in Form einer monatlichen Pflegebox wahrgenommen werden kann. Dazu gibt es einen kleinen technischen Zuschuss für den Hausnotruf mit 23 € im Monat. Auch Zuschüsse für Kurzzeitpflege oder Tages- und Nachtpflege stehen den jeweiligen pflegebedürftigen zu.

Falls eine wohnumfeldverbessernde Maßnahme, wie beispielsweise der Umbau des Badezimmers oder ein Treppenlift, vonnöten sind, gibt die Pflegekasse einen einmaligen Betrag von 4.000 € zum Umbau dazu.

Leistung
Betrag
Pflegegeld
545 € pro Monat
Pflegesachleistung
1.298 € pro Monat
Entlastungsbetrag
125 € pro Monat
zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel
40 € pro Monat
Hausnotruf
23 € pro Monat
wohnumfeldverbessernde Maßnahmen
4.000 € pro Maßnahme
stationäre Pflege
1.262 € pro Monat
Tages- und Nachtpflege
1.298 € pro Monat
Kurzzeitpflege
1.612 € pro Jahr

Weitere Pflegegrade