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Pflegegrad 2

Pflegegrad 2

Der Pflegegrad 2 stellt die „erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“ dar. Vor der Umstellungen von den Pflegestufen auf die Pflegegrade gehörten Personen, die nun dem Pflegegrad 2 zugeordnet sind, der Pflegestufe 0 oder 1 an. Am dem 1. Januar 2017 wurde ihnen dann automatisch der neue Pflegegrad zugeteilt.

Voraussetzungen für Pflegegrad 2

Um vom Pflegegrad 2 Gebrauch zu machen, muss zunächst ein Antrag auf einen Pflegegrad bei der jeweils zuständigen Pflegekasse gestellt werden. Ein Gutachter vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (bei gesetzlich Versicherten) bzw. von Medicproof (bei privat Versicherten) wird sich anschließend eine Übersicht über die aktuelle Lage der pflegebedürftigen Person verschaffen. Anhand eines neuen Begutachtungsassessments (NBA) mit einem Punktesystem kann er durch sechs verschiedene Kategorien den Pflegegrad des betroffenen ermitteln. Ingesamt gibt es Punkte von 0 bis 100. Um dem Pflegegrad 2 zugeteilt zu werden, muss eine Punktzahl von 27 bis unter 47,5 erreicht werden. Dabei spielt seit 2017 nun nicht mehr der zeitliche Aufwand der Pflege eine große Rolle, sondern die Selbstständigkeit der pflegebedürftigen Person. Die Punkteverteilung und die ausschlaggebenden Kategorien lauten wie folgt:

Pflegegrad 1
12,5 bis <27 Punkte
Pflegegrad 2
27 bis <47,5 Punkte
Pflegegrad 3
47,5 bis <70 Punkte
Pflegegrad 4
70 bis <90 Punkte
Pflegegrad 5
90 bis 100 Punkte
  • 10 % – Mobilität
  • 7,5 % – Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  • 7,5 % – Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  • 40 % – Selbstversorgung
  • 20 % – Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Belastungen
  • 15 % – Gestaltung des Alltags und sozialer Kontakt

Leistungen der Pflegekasse

Bei dem Pflegegrad 2 besteht ein Anspruch auf 316 € Pflegegeld oder 689 € Pflegesachleistungen pro Monat. Gegebenfalls kann dies auch kombiniert werden. Zusätzlich dazu bezuschusst die Pflegekasse ebenfalls Pflegehilfsmittel, die zum Verbrauch gedacht sind, im Wert von 40 € pro Monat, zum Beispiel in Form einer Pflegebox. Auch zu einem Hausnotrufsystem wird monatlich 23 € von der Pflegekasse beigesteuert. Auch kann der Entlastungsbetrag in Höhe von 125 € pro Monat beantragt werden. Wer Kurzzeitpflege beantragt, bekommt bis zu 4 Wochen im Jahr bis höchstens 1.612 € Zuschuss von der Pflegekasse.

Leistung
Betrag
Pflegegeld
316 € pro Monat
Pflegesachleistung
689 € pro Monat
Entlastungsbetrag
125 € pro Monat
zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel
40 € pro Monat
Hausnotruf
23 € pro Monat
wohnumfeldverbessernde Maßnahmen
4.000 € pro Maßnahme
stationäre Pflege
770 € pro Monat
Tages- und Nachtpflege
689 € pro Monat
Kurzzeitpflege
1.612 € pro Jahr

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