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Pflegestärkungsgesetz 1

Durch das Pflegestärkungsgesetz 1 erhalten pflegebedürftige Personen mehr Unterstützung

Mit der Erlassung der Pflegestärkungsgesetze bekommen Menschen mit Krankheiten wie Demenz dieselben Leistungen wie körperlich kranke Personen. Das erste Pflegestärkungsgesetz 1 (PSG I) trat 2015 in Kraft. Mit dem PSG I wurden verschiedene Neuerungen beschlossen.

  • Grundsätzlich gibt es höhere Leistungssätze für Versicherte mit einem anerkannten Pflegegrad. Diese sind im Durchschnitt um vier Prozent angestiegen.
  • Zudem haben alle Personen mit einem Pflegegrad einen Anspruch auf Betreuungs- und Entlastungsleistungen. Durch das Pflegestärkungsgesetz 1 zahlen die Pflegekassen hierfür monatlich einen Zuschuss von 104 Euro. Bei besonders betreuungsbedürftigen Personen, wie beispielsweise schwer Demenzkranken, beträgt der Zuschuss 208 Euro.
  • Eine große Veränderung durch das Pflegestärkungsgesetz 1 ist die Erhöhung der Leistungen für psychisch kranke und geistig behinderte Menschen sowie Demenzkranken. Hierzu zählen einerseits die Kurzzeitpflege, die Tages- und Nachtpflege als Ergänzung zur häuslichen Pflege durch Angehörige. Andererseits ist es möglich Gründungszuschüsse für ambulant betreute Wohngemeinschaften zu beantragen.
  • Zusätzlich gibt es eine höhere finanzielle Unterstützung beim Umbau der Wohnung im Alter.

Leistungen der Kurzzeit- und Verhinderungspflege können mit dem PSG I kombiniert werden

Durch das PSG I werden zusätzlich zum monatlichen Pflegegeld Subventionen für die Tages- und Nachtpflege gezahlt. Darüber hinaus können Leistungen für die Kurzzeit– und Verhinderungspflege miteinander kombiniert werden. Dadurch bekommen Personen mit anerkanntem Pflegegrad eine Förderung in Höhe von bis zu 3.224 Euro, falls sie nur eine der beiden Leistungen innerhalb eines Jahres in Anspruch genommen haben.

Förderungen für demenzerkrankte Personen

Damit ältere Menschen möglichst lange in ihrem eigenen Zuhause wohnen bleiben können, bewirkt das Pflegestärkungsgesetz 1 eine Erhöhung der finanziellen Förderung für den Wohnungsumbau auf bis zu 4.000 Euro. Vor dem Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes 1 haben Personen mit anerkanntem Pflegegrad einen Gründungszuschuss für eine Wohngemeinschaft in Höhe von bis zu 2.500 Euro erhalten. Dies steht nun auch an Demenz erkrankten Menschen zu. Darüber hinaus können alle Bewohner (max. vier) jeweils bis zu 4.000 Euro für Umbaumaßnahmen für eine barrierefreie Wohnung beantragen. Somit kann eine Wohngemeinschaft, welche sich aus vier demenzkranken Personen zusammensetzt, insgesamt eine Förderung von bis zu 10.000 Euro Gründungszuschuss erhalten. Dazu ist es möglich weitere 16.000 Euro für Umbaumaßnahmen zu bekommen.