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Verhinderungspflege

Die Verhinderungspflege bietet pflegenden Angehörigen eine Auszeit

Als pflegender Angehöriger kann es sehr schnell vorkommen von der Situation überfordert zu sein. Damit auch Sie regelmäßig eine Auszeit von der Pflege bekommen gibt es die sogenannte Verhinderungspflege. Dabei übernimmt eine zeitweise Vertretung die Pflegetätigkeiten, die ansonsten die Hauptpflegeperson durchgeführt hätte. Pro Jahr können Sie bis zu sechs Wochen dieser Pflegeform in Anspruch nehmen.

Ihr Anspruch auf Verhinderungspflege

Pflegebedürftige bekommen ab dem Pflegegrad 2 Leistungen für die Verhinderungspflege von der Pflegekasse. Als pflegender Angehöriger müssen Sie Ihren Angehörigen seit mindestens sechs Monaten zuhause pflegen und Pflegegeld für Ihre pflegerische Tätigkeit erhalten. Die Höhe der Kostenerstattung richtet sich nach dem Pflegegrad, welchen die zu pflegende Person hat. Für Personen von Pflegegrad 2 bis 5 zahlt die Pflegekasse 1.612 Euro pro Jahr, wenn die Pflege ein professioneller Pflegedienst, Nachbarn, Freunde oder entfernte Verwandte durchführt. Falls die Pflegevertretung enge Verwandte oder Menschen, welche im gleichen Haushalt leben übernehmen, zahlt die Pflegekasse nur den 1,5-fachen Anteil des monatlichen Pflegegeldes. Das Geld wird an den Pflegebedürftigen überwiesen. 

Sie können Sie sich stunden-, tages- oder wochenweise vertreten lassen

Zudem können Sie sich stunden-, tages- oder wochenweise vertreten lassen. Die Gründe für die Pflegevertretung können verschieden sein, zum Beispiel sind Erholungsurlaub, Reha-Aufenthalte, Arzttermine, Freizeitaktivitäten, Verabredungen mit Freunden, Sportkurse oder Weiterbildungsseminare Gründe um die Verhinderungspflege geltend zu machen. Eine Alternative dazu stellt die Tagespflege dar. Hierbei betreut eine Einrichtung die pflegebedürftige Person teilstationär. Dadurch haben Sie die Möglichkeit Termine wahrzunehmen, falls Sie die Verhinderungspflege bereits in Anspruch genommen haben. Für die Tagespflege bietet die Pflegekasse ebenfalls Leistungen.

Der Unterschied zwischen Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege

Bestimmte Leistungen der Pflegekasse können miteinander kombiniert werden. Somit ist es möglich für die Verhinderungspflege 50 Prozent der finanziellen Unterstützung der Tagespflege nutzen. Pro Jahr sind dies bis zu 806 Euro. Wenn Sie dieses Geld nicht für die Kurzzeitpflege verwenden, erhalten Sie einen Höchstbetrag von 2.418 Euro jährlich für die Verhinderungspflege.