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Technische Pflegehilfsmittel

Was sind technische Pflegehilfsmittel?

technische Pflegehilfsmittel

Neben den Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch gibt es die technischen Pflegehilfsmittel. Technische Pflegehilfsmittel sind zur dauerhaften Nutzung bestimmt. Die Aufgabe dieser Produkte ist es, die Pflege zu erleichtern und zu unterstützen. Außerdem ermöglichen sie der Pflegeperson ein selbstständiges Leben und können zur Linderung der Beschwerden der betroffenen Person beitragen. Zu den technischen Pflegehilfsmitteln gehören zum Beispiel Pflegebetten, Rollstühle oder Notrufsysteme.

Um technische Pflegehilfsmittel zu beziehen, muss die Pflegeperson einem Pflegegrad 1 bis 5 angehören und zusätzlich in einem häuslichen Umfeld gepflegt werden. 

Welche technischen Pflegehilfsmittel gibt es?

Im Pflegehilfsmittelverzeichnis der Pflege- und Krankenkassen werden die technischen Pflegehilfsmittel in vier Gruppen (Gruppe 50 bis 53) aufgelistet. Diese Produkte gehören zu den Leistungen der Kassen. Dementsprechend werden die Kosten von ihnen übernommen oder als Leihgabe zur Verfügung gestellt.

Wer trägt die Kosten bei technischen Pflegehilfsmitteln?

Die technischen Pflegehilfsmittel sind langlebige Produkte, die zudem meist sehr kostspielig sind. Daher werden sie in der Regel als Leihgabe von den Pflegekassen angeboten. Die Kosten für die notwendigen Dienst- und Serviceleistungen übernimmt die Pflegeversicherung. Zu diesen Leistungen gehören Wartungen oder Reparaturen der technischen Pflegehilfsmittel, sowie Hilfe bei der Gebrauchseinführung.

Falls bislang die Krankenkasse für Hilfsmittel bei einer Person aufgekommen ist, tut sie dies auch weiterhin. Selbst wenn die Person die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme der Pflegekasse erfüllt. 

Ab dem 18. Lebensjahr muss man einen Eigenanteil bezahlen. Die Zuzahlungen betragen 10 %, jedoch höchstens 25 € je Hilfsmittel. Wenn es sich beim technischen Pflegehilfsmittel jedoch um eine Leihgabe handelt, entfällt der Eigenanteil. 

Auch wenn eine Pflegeperson die Belastungsgrenze überschreitet, können die Pflegekassen ihn von den Zuzahlungen befreien.

Wenn aber eine Pflegeperson das Pflegehilfsmittel nicht leihen möchte, oder Änderungswünsche hat, die die Pflegekasse nicht übernimmt, muss er die gesamten Kosten selber tragen.

Wie beantrage ich die technischen Pflegehilfsmittel?

Im Normalfall können die technischen Pflegehilfsmittel über die Pflegekasse beantragt werden. Bei teureren und größeren Pflegehilfsmitteln, wie Rollstühlen oder Pflegebetten braucht man einen Attest eines Arztes. Die Bescheinigung der Pflegekasse oder des Arztes wird bei einem Sanitätshaus eingereicht und geprüft. Dieses stellt dann die technischen Pflegehilfsmittel für die Pflegeperson zur Verfügung. Die Abrechnung erfolgt dann zwischen dem Sanitätshaus und der Pflegekasse.