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Pflegetagegeldversicherung

Wofür ist eine Pflegetagegeldversicherung gut?

Die Pflegetagegeldversicherung bietet einen zusätzlichen privaten Schutz zur gesetzlichen, oder privaten Pflegeversicherung. Daher schützt Sie sowohl den Versicherungsnehmer, sowie die Familie vor finanziellen Schwierigkeiten. Denn die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherungen decken meist nicht alle anfallenden Kosten ab. Somit kann die Pflegetagegeldversicherung Finanzierungs- und Versorgungslücken schließen.

Sobald eine Pflegebedürftigkeit (Pflegegrad 1 bis Pflegegrad 5) festgestellt wird, zahlt die Pflegetagegeldversicherung ein vorher festgelegtes Tagesgeld aus. Über dieses Geld kann der Pflegebedürftige frei verfügen. Er kann damit zum Beispiel einen Pflegedienst bezahlen, kann es aber auch an Angehörige weitergeben, die ihn pflegen.  

Welche Leistungen erbringt die Pfegetagegeldversicherung?

Bei Vertragserstellung wir festgelegt wie hoch das Tagegeld im Pflegefall sein soll. Des weiteren hängt die Höhe des Tagegeldes vom Pflegegrad ab. Bei Pflegegrad 1 bekommt man logischerweise weniger als beim Pflegegrad 5. Pauschal kann man sagen, dass die Tagessätze zwischen 10 und 200 Euro pro Tag liegen. In jedem Fall wird das Geld gesammelt monatlich ausgezahlt.

Es gilt: Je höher das Tagegeld sein soll, desto höher werden die Beiträge.

Unterschieden wird auch zwischen ambulanter und stationärer Pflege. Bei der ambulanten Pflege wird das Tagegeld gestaffelt nach Pflegegraden ausgezahlt. Wenn der Versicherte jedoch stationär gepflegt wird, wird meist schon ab dem zweiten Pflegegrad das komplette Tagegeld ausgezahlt. Denn hier sind die Kosten bei einer stationären Pflege unabhängig vom Pflegegrad immer gleich hoch.

Weitere Leistungen der Versicherung sind außerdem keine Wartezeiten beim Auszahlen des Tagegeldes und Assistance-Leistungen, wie das Vermitteln von Pflegediensten. Zuletzt gibt es die sogenannte Dynamik bei den Kosten. Das heißt, dass die Leistungen sich den aktuellen Pflegekosten und der steigenden Lebenserwartung anpassen.

Zusätzlich gibt es zwei verschiedene Arten der Pflegetagegeldversicherung. Bei der starren Versicherung bestimmt der Versicherte den Tagessatz für den Pflegegrad 5. Von dem aus wird die Höhe der Kosten für die anderen Pflegerade prozentual berechnet. Bei der flexiblen Versicherung jedoch werden die Tagessätze individuell an jeden Pflegegrad angepasst.

Die Höhe der Beiträge setzen sich aus dem Alter bei Versicherungsbeginn, dem Gesundheitszustand und der gewünschte Höhe des Tagegeldes zusammen.

Wann setzen die Leistungen ein?

Die Leistungen der Pflegetagegeldversicherung setzen ein, sobald vom medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) ein Pflegefall festgestellt wurde und man einem Pflegegrad zugeordnet ist. 

Was muss man bei der Pflegetagegeldversicherung noch beachten?

Am Besten ist es, die Pflegetagegeldversicherung möglichst früh abzuschließen, da die Beiträge dann viel niedriger sind. 

Vorm Abschluss der Versicherung ist eine Gesundheitsprüfung Pflicht. Bei Risikofaktoren, wie zum Beispiel Vorerkrankungen, können Anträge abgelehnt werden oder Risikozuschläge können auf die Beiträge draufgeschlagen werden.

Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Schließt Finanzierungs- und Versorgungslücken in der Pflege

Versicherter kann frei über das Geld entscheiden

Die Leistungen sind im Vergleich mit anderen Versicherungen günstiger

Große Auswahl bei den Tarifen

Im Pflegefall ist die Höhe der Leistungen der Versicherung garantiert

Keine Beitragsgarantie (Beiträge können steigen)

Keine Auszahlung bei Todesfall oder Kündigung 

Vertrag kann nicht pausiert werden, falls man sich die Beiträge zwischenzeitlich nicht mehr leisten kann.