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Wie kann ich Pflegegeld beantragen?

Voraussetzungen, um Pflegegeld beantragen zu können

Um Pflegegeld beantragen zu können, gibt es einige Voraussetzungen, die für eine Bewilligung seitens der Pflegekasse erfüllt sein müssen.

  • Gesetzliche oder private Krankenversicherung
  • Einzahlung in die jeweils zuständige Pflegekasse in den letzten Jahren
  • Anerkannter Pflegegrad von mindestens 2
  • Keine professionelle Pflege. Pflege erfolgt durch Angehörige, Freunde oder Bekannte
  • Pflege in einem häuslichen Umfeld 

Wenn ein Pflegedienst Sie professionell pflegt, steht Ihnen lediglich ein anteiliger Anspruch auf das Pflegegeld zu. Bei einem Aufenthalt in einer stationären Pflegeeinrichtung gibt es gar keinen Anspruch auf Pflegegeld. Die Höhe des Pflegegeldes bestimmt der Pflegegrad.

Wo kann ich Pflegegeld beantragen?

Der Antragsteller ist immer die pflegebedürftige bzw. versicherte Person selbst. Wenn dies aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist, kann auch eine bevollmächtigte Person den Antrag stellen. Beantragt wird das Pflegegeld bei der jeweils zuständigen Pflegekasse. Dies kann zunächst formlos per Telefon, Fax, E-Mail, Briefpost etc. erfolgen. Daraufhin wird von der Pflegekasse ein Formular zur Verfügung gestellt, welches ausgefüllt und vom Versicherten bzw. von einer bevollmächtigten Person unterschrieben wird. Anschließend wird das Formular wieder zurück an die Pflegekasse geschickt. Im Falle einer Bewilligung wird das Pflegegeld in den ersten Tagen jeden Monats auf das Konto des Versicherten überwiesen.

Was passiert nach der Antragstellung?

Nachdem ein Antrag eingereicht wurde, ist es empfehlenswert für die rotierenden Beratungstermine ein Pflegetagebuch zu beginnen. Nach einer Bewilligung des Pflegegeld-Antrags seitens der Pflegekasse dauert es in etwa zwei bis drei Wochen, bis das Pflegegeld erstmalig auf das Konto des Pflegebedürftigen bzw. einer bevollmächtigten Person ausgezahlt wird. Über das Geld darf frei entschieden werden. Wichtig zu wissen ist, dass das Pflegegeld auch verkürzt werden kann. Das passiert zum Beispiel, falls nachträglich ein professioneller Pflegedienst beansprucht wird. Wenn die Pflegeversicherung eine falsche Nutzung des Pflegegeldes vermutet muss das Pflegegeld möglicherweise sogar zurückgezahlt werden. Das kann auch bei einer Veränderung der Pflegesituation passieren. Bei einem Umschwung auf eine stationäre Pflege oder bei Umzug muss die Pflegekasse darüber umgehend informiert werden.