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Definition Pflegegeld

Was ist die Definition von Pflegegeld und wem steht es zu?

Definition Pflegegeld: Das Pflegegeld ist eine im SGB XI geregelte soziale Leistung der Pflegeversicherung. Dieses gilt als Aufwandsentschädigung der Angehörigen von pflegebedürftigen Personen, die nicht von einem professionellen Pflegedienst gepflegt werden. Die Pflegekasse überweist monatlich einen bestimmten Betrag auf das Konto der pflegebedürftigen Person. Diese darf darüber frei entscheiden. Gedacht ist der Betrag jedoch als Entlohnung bzw. Entschädigung der pflegenden Angehörigen.

Da die Definition von Pflegegeld besagt, dass das Pflegegeld als eine finanzielle Unterstützung und eine Entlastung gilt, sind die Beträge steuerfrei. Es sind jedoch einige Voraussetzungen notwendig, um Pflegegeld bekommen zu können:

  • Es muss mindestens der Pflegegrad 2 vorliegen
  • Die Pflege muss in einem häuslichen Umfeld statt finden
  • Die Pflege muss durch einen Angehörigen, Freund, Nachbarn oder Bekannten erfolgen, aber nicht durch einen professionellen ambulanten Pflegedienst

Sind diese Bedingungen erfüllt, kann anschließend bei der jeweils zuständigen Pflegekasse ein Antrag auf Pflegegeld gestellt werden. Dabei ist es egal, ob die pflegebedürftige Person gesetzlich oder privat versichert ist.

Definition der Höhe des Pflegegeldes

Die Höhe des Pflegegelds ergibt sich aus den jeweiligen Pflegegraden:

Pflegegrad
Pflegegeld
Pflegegrad 1
Kein Pflegegeld
Pflegegrad 2
316 € pro Monat
Pflegegrad 3
545 € pro Monat
Pflegegrad 4
728 € pro Monat
Pflegegrad 5
901 € pro Monat

Bei einem Pflegegrad von 1 besteht kein Anspruch auf Pflegegeld, da Personen mit diesem Pflegegrad meist trotz Beeinträchtigung noch sehr selbstständig durch den Alltag kommen. Das Pflegegeld kann verkürzt werden, falls die Pflege im häuslichen Umfeld unterbrochen wird, zum Beispiel durch einen professionellen Pflegedienst. Die Pflegekasse zahlt das Pflegegeld während eines Aufenthalts in einem Krankenhaus oder in einer Reha-Einrichtung noch bis zu vier Wochen weiter aus, danach erlischt jedoch der Anspruch auf das Pflegegeld.

Kombinationsleistung

Wenn eine pflegebedürftige Person sowohl von Angehörigen als auch von einem ambulanten Pflegedienst gepflegt wird, kann eine sogenannte Kombinationsleistung beantragt werden. Diese ist eine Kombination aus Pflegegeld und Pflegesachleistung (häusliche Pflege durch Pflegedienst). Diese Kombinationsleistung wird jeweils anteilig berechnet. Das Pflegegeld verringert sich um den Prozentsatz, den die Pflegesachleistung einnimmt. Je weniger Pflegesachleistung die pflegebedürftige Person also bekommt, desto mehr Pflegegeld bekommt sie. Der Antrag dafür wird ebenfalls bei der jeweiligen Pflegekasse gestellt.